In der traditionellen chinesischen Medizin kann - unabhängig vom westlichen Vorbefund - eine eigeneDiagnose gestellt werden. Hierbei stützt sich der Therapeut vor allem auf die genaue Krankheitsgeschichte einschließlich aller sonstigen Körperfunktionen, sowie auf den Puls- und Zungenbefund. Außerdem spielt die Lebensführung eine wichtige Rolle in Diagnostik und Therapie.
Es können oft schon bei leichten Beschwerden Dysharmoniemuster erkannt und behandelt werden. Diese Art von Prävention ist in der chinesischen Medizin als sogenannte Lebenspflege eine wichtige Domäne.
Für folgende westliche Diagnosen hat die WHO die Anwendung von Akupunktur empfohlen: - Atemwegserkrankungen: Sinusitis, Rhinitis, Tonsillitis, Bronchitis, Asthma - Augenerkrankungen: Konjunktivitis, Retinitis, Katarakt - Magen-/Darmerkrankungen: Gastritis, Ulcera, Colitis, Obstipation, Diarrhoe - Munderkrankungen: Zahnschmerzen, Gingivitis, Pharyngitis - Neurologische Erkrankungen: Kopfschmerz, Migräne, Neuralgien, Facialisparese, Enuresis - Skeletterkrankungen: Tennisellbogen, "frozen shoulder", Rücken-/Kniebeschwerden
Die genannten Indikationen sind lediglich Beispiele und nicht vollständig aufgelistet. Bei Krankheitsbildern, die hier nicht explizit aufgeführt sind, können Sie sich gern über die Erfolgsaussichten einer Behandlung mit Akupunktur bzw. chinesischer Medizin informieren.
In der Kinderheilkunde bietet die chinesische Medizin Alternativen bei folgenden Krankheitsbildern: Bauchkoliken des Säuglings, Allergien, Heuschnupfen, Asthma, Ekzeme, Infektanfälligkeit und chronische Infekte, Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen, Prüfungsangst, AD(H)S, Konzentrationsstörungen, Lese-/Rechtschreibschwäche, Stottern, Einnässen, Verdauungsprobleme, Krampfanfälle, Übergewicht ...
Über diese klassischen Indikationen hinaus beschäftige ich mich besonders mit Allergien, Infektanfälligkeit und psychosomatischen Krankheitsbildern bei Kindern und Erwachsenen sowie mit den Themen der Kinderneurologie (=Neuropädiatrie).